Kirchliche Gebäude Schleierhof

Maria-Hilf Kirche 

Maria-Hilf Kirche

Grundsteinlegung: 22.04.1868  - Kirchweihe: 29.07.1869 -  Patrozinium: 27. Juni

Die Höfe Schleierhof, Muthof und Büschelhof wurden seit 1614 katholisch von Western-hausen aus mit versorgt. Bis 1836 mussten die Kinder zur Schule und dem Religionsunter-richt nach Westernhausen. Von da an wurde abwechselnd in den drei Orten Unterricht erteilt, bis der Neubau der Schule in Schleierhof 1844 eingeweiht wurde. Am 25.03.1858 initierte Pfarrer Haßler eine Bürgerversammlung, in der er die Nützlichkeit und Notwendigkeit (weite Wege zur Kirche/Messe, Religions- und Schulunterricht miteinander) des Baus einer eigenen Kirche oder Kapelle erläuterte. Die Bürger stimmten zu und so haben sich die Bürger aus Schleierhof, Büschelhof und Muthof mit bestimmten Geldbeträgen verpflichtet. Auch zwei auswärtige Bürger unterstützten das Vorhaben. Des Weiteren wurde ein Bauplatz und die Fuhren unentgeltlich versprochen. Kurz vor Baubeginn in 1859 verweigerten etliche Bürger ihre Zahlungsverpflichtungen. Der Gerichtsprozess dauerte drei Jahre und ging verloren. Nach weiteren Widrigkeiten fand sich Anfang 1867 der heutige Standort und trotz erneuter Einwände wurde am 18.10.1867 die Baugenehmigung erteilt und im Februar 1868 die Arbeiten vergeben. Am 22.04.1868 erfolgte die Grundsteinlegung in der NordOst-Ecke. Am 29.07.1869 wurde die Kirche von Dekan Pfitzinger von Amrichshausen benediziert (geweiht). Pfarrer Joos von Nagelsberg hielt die Festpredigt und führte den Namen der neuen Kirche ein: „Zu Ehren der immerwährenden Hilfe Mariens“, kurz „Maria Hilf“. Nach Klärung der finanziellen Verhältnisse für den Neubau eines Vikariatsgebäudes und des jährlichen Gehalts der Vikare  existiert seit dem 22.10.1891 das „Expositurvikariat“ (Filialkirchengemeinde mit eigenem Haushalt). Genau ein Jahr später durften in der Kapelle regelmäßig Gottesdienste und Sakramentsfeiern stattfinden, weil die Monstranz angeschafft war. Die jungen Vikare wurden schnell befördert und blieben deshalb durchschnittlich ca. zwei Jahre. Das Vikariatsgebäude wurde 1893/1894 fertiggestellt. Von August 1949 bis Oktober 1950 wurde im Rahmen einer Kircheninnenrenovation die Empore vergrößert. 1959 wurde die erste Heizung eingebaut. 1967/1968 erfolgte erneut eine Kircheninnenrenovation. Dabei mussten die Seitenaltäre und der Hochaltar aufgrund Wurmbefall entfernt werden. Das ganze Mobiliar wurde ersetzt. Nach Abschluss der Bauarbeiten erfolgte ein Festakt zur  neuen Altarweihe. 2014 erfolgte ab Juni bis November die letzte große Kircheninnenrenovation mit grundlegender Sanierung des Mauerwerks, Farbgebung des Innenraums und der bisherigen naturbelassenen Holzstatuen. 

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Pfarrhaus

Pfarrhaus
Erbaut 1893-1894 als Vikariatshaus für die Vikare, die den Pfarrer von Westernhausen für die drei Teilorte und die Katholiken aus dem nahen Kochertal entlastet haben. Letzte Renovation: 2003-2004
Im Obergeschoss befindet sich eine Wohnung. Im Erdgeschoss wurde ein Gemeindesaal durch Verbindung zweier Räume für Sitzungen, Treffen und auch Feierlichkeiten der KG und auch für private Anlässe geschaffen.Er bietet für 35 Personen Platz. Vorhanden sind sanitäre Anlagen und eine Einbauküche mit Herd und Spülmaschine. Geschirr und Besteck ist ebenfalls vorhanden. Bei Interesse für die Belegung wenden Sie sich bitte an das Pfarramt Westernhausen – Tel. 07943/446 – Sie erhalten dann entweder eine Rückmeldung per Telefon oder E-Mail.

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Lourdesgrotte

Grotte „zu Ehren der Mutter Gottes unserer lieben Frau von Lourdes“

Im Frühjahr des Jahres 1903 wurden dem hiesigen Expositurvikar Riede vom Fräulein Catharine Humm aus Muthof ein Betrag von 200 Mark als Stiftung ihrer verstorbenen Eltern Thomas und Josepha Humm ohne Zweckbindung überreicht. Man entschloss sich eine Lourdesgrotte zu erbauen, vermutlich aufgrund der Marienerscheinungen des Hirtenmädchens Bernadette Soubirius in Lourdes, die genau 45 Jahre (im Jahre 1858) zuvor stattfanden. Durch die Unterstützung weiterer Pfarrangehörigen konnte der Plan weiter verfolgt werden. Als Standort wurde ein Grundstück nahe der Kapelle gestiftet. Die Materialbesorgung übernahmen einige Bauern aus Schleierhof unentgeltlich. Sie holten die Tuffsteine und Figuren aus Altkrautheim. Der Baubeginn erfolgte Anfang Sept. 1903. Die Maurer aus Westernhausen „schafften wie die Brunnenputzer“, so dass die Einweihung der Grotte bereits zum Feste „Mariä Geburt“ (08. September) angesetzt werden konnte. Obwohl die Grotte erst im Rohbau fertig war, es fehlten noch die Plätze für die Figuren, hat es die Feierlichkeiten nicht eingeschränkt. Bei herrlichem Wetter strömten die Gläubigen aus der Umgebung recht zahlreich herbei. Die Einweihung der Lourdesgrotte zelebrierte Hochwürden Herr Pfarrer Wülk aus Westernhausen unter Assistenz von Hochwürden Herr Pfarrer Sorg aus Bieringen und dem Expositurvikar Riede. Sie befindet sich hinter der Sakristei. Im Mai und Oktober finden kleine Andachten statt, die manchmal auch kurzfristig angesetzt werden.

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Kapelle zur Heiligen Familie, Muthof

Kapelle „Zur heiligen Familie“ in Muthof

Bereits 1917 gelobte Frau Maria Baier eine Kapelle bauen zu lassen, wenn die von einer bettelnden Frau eingeschleppte Krankheit Ruhr in ihrer und den anderen Familien keine weiteren Opfer forderte. In Folge von zwei Inflationen und besonderen Umständen musste der Bau immer wieder verschoben werden. Trotz vielerlei Schwierigkeiten wurde das Vorhaben und die Erfüllung des Gelübdes 1953 erneut angegangen und am 19. Juli 1960 wurde die Baugenehmigung erteilt. In der Zeit von Dez. 1961 bis 1963 wurde sie aus privater Initiative dann erbaut. Die Kapelle „Zur heiligen Familie“ wurde am 17.Juni 1963 durch Dekan Eugen Rundel eingeweiht. Die Instandhaltungsarbeiten wurden bis 1998 durch Spenden der Ortsbewohner getragen. In diesem Jahr wurde ein Förderverein gegründet, der sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kapelle zu betreuen und zu erhalten. Dazu leistet das jährliche Kapellenfest eine wichtigen Beitrag. Es findet immer Mitte Juni statt und beginnt mit einem Festgottesdienst. Viele  Menschen aus der nahen und auch weiteren Umgebung erfreuen sich an guten Gesprächen, dem geselligen Aufenthalt und dem Wiedersehen von Bekannten. 

Termine für die weiteren Gottesdienste (im Sommer zweiwöchentlich donnerstags) finden Sie im Kirchenblatt oder bei den Terminen auf der Webseite der Seelsorgeeinheit Schöntal.