Sakrament der Taufe
Du bist ein geliebtes Kind!
Das ist die Grundbotschaft, wenn ein Kind oder auch ein Erwachsener getauft wird: nicht nur geliebtes Kind menschlicher Eltern, sondern geliebter Sohn, geliebte Tochter Gottes.
Aktuell bieten wir in unserer Seelsorgeeinheit Schöntal zwei Formen einer Kindertaufe an:
1. Taufe von bis zu drei Kindern an einem Taufsamstag einmal im Monat an wechselnden Orten
Die Notwendigkeit, die Kinder nur in einzelnen separaten Feiern zu taufen, ist mit Beendigung der Pandemie entfallen. Gerade die Kindertaufe soll gemeinschaftlich gefeiert werden! Daher gibt es an wechselnden Orten in unserer Seelsorgeeinheit monatlich einen Taufsamstag, an dem in einer eigenen Tauffeier außerhalb einer Sonntagsmesse bis zu drei Kinder getauft werden können. So können die Tauffeiern durch die größere Zahl der Mitfeiernden wieder festlicher werden als bisher. Außerdem wird die vorbereitende Taufkatechese der Eltern durch gemeinschaftlichen Austausch vertieft.
2. Einzeltaufen in einer Sonntagsmesse im Beisein der Ortsgemeinde
Eine Taufe innerhalb einer Eucharistiefeier ist die Urform der Taufe, die schon in den ersten christlichen Gemeinden üblich war.
In der deutschen Ausgabe des offiziellen Rituale Romanum der katholischen Kirche zur Kindertaufe von 2007 wird die Taufe innerhalb einer Sonntagsmesse zusammen mit der Kirchengemeinde ausdrücklich empfohlen. Dazu heißt es in den Vorbemerkungen:
„Das Volk Gottes, d. h. die Kirche, die in der Pfarrgemeinde dargestellt ist, spielt bei der Erwachsenen- wie bei der Kindertaufe eine wichtige Rolle.Das Kind hat nämlich vor und nach der Feier des Sakramentes ein Recht auf die Wertschätzung und die Unterstützung der Gemeinde. Bei der Tauffeier selbst übt die Gemeinde ihr Amt durch die tätige Teilnahme aus; bei der Kindertaufe kommt hinzu, dass die Gemeinde nach dem Glaubensbekenntnis der Eltern und Paten zusammen mit dem Zelebranten ihre Zustimmung ausdrückt. So wird deutlich, dass der Glaube, in dem die Kinder getauft werden, nicht nur kostbarer Besitz der Familie, sondern der gesamten Kirche Jesu Christi ist.“ (S. 19 f.)
Einzeltaufen können grundsätzlich in jeder Sonntagsmesse um 10.30 Uhr, im Einzelfall nach Absprache auch in einer 9.00 Uhr-Messe oder einer Vorabendmesse gespendet werden.
Bitte melden Sie Ihr Kind möglichst frühzeitig, mindestens vier bis sechs Wochen vor dem Taufsamstag bzw. vor der gewünschten Sonntagsmesse, während der Öffnungszeiten in einem unserer Pfarrbüros an. Hierfür benötigen Sie eine Geburtsurkunde, den Patenschein (bei Paten, die nicht in unserer Seelsorgeeinheit wohnen) und - sofern vorhanden - Ihr Stammbuch.
Vor der Taufe findet das Taufgespräch der Eltern der Täuflinge mit dem Pfarrer oder Diakon, der die Taufe spenden wird, statt. Bei diesem Gespräch geht es um die Bedeutung und die stellvertretende Entscheidung der Taufe durch die Eltern sowie um die Gestaltung der Feier der Taufe.
Anmeldung zur Taufe
Die Anmeldung erfolgt im zuständigen Pfarrbüro unserer Seelsorgeeinheit
| Pfarrbüro Bieringen | Tauffamilien aus Aschhausen, Bieringen und Oberkessach |
| Pfarrbüro Kloster Schöntal | Tauffamilien aus Berlichingen, Jagsthausen, Widdern, Kloster Schöntal, Ernsbach und Sindringen |
| Pfarrbüro Westernhausen | Tauffamilien aus Marlach, Schleierhof, Sindeldorf und Westernhausen |
Bitte bringen Sie zur Anmeldung Ihr Familienstammbuch und die Kopie der Geburtsurkunde "für religiöse Zwecke" mit. Bitte melden Sie Ihr Kind rechtzeitig an, die Taufanmeldung sollte mindestens 6 Wochen vor dem geplanten Tauftermin erfolgen.
Wenn Sie als Erwachsener die Taufe empfangen möchten, ist in der Regel eine längere Vorbereitungszeit – das „Katechumenat" – vorgesehen. Sie sind herzlich eingeladen, über eines unserer Pfarrbüros mit einem Pfarrer in Kontakt zu treten.
Auswahl der Paten
Jeder Täufling soll mindestens einen Paten/eine Patin haben. Aufgabe der Paten und die Erwartung der Kirche an die Paten ist, dass sie dazu beitragen, den Täufling in ein Leben aus dem Glauben und in der Gemeinschaft der katholischen Kirche einzuführen. Deshalb können nur katholische Christen Paten werden. Wer das Patenamt übernehmen will, muss selbst gefirmt sein.
Evangelische Christen können als Taufzeugen benannt werden.
Aus der Kirche Ausgetretene oder Angehörige nichtchristlicher Religionen können weder Taufpaten noch Taufzeugen sein.
Taufgespräch mit dem Taufspender
Nach der Taufanmeldung im Pfarramt nimmt der Pfarrer mit Ihnen Kontakt auf. Vor dem Tauftermin findet ein Taufgespräch zwischen den Eltern und dem Pfarrer statt.


